30.7.10:
Eine Hühnermastalage in Sprötze brennt kurz vor ihrer Inbetriebnahme ab. Der Schaden beläuft sich auf etwa 500.000€ .
Sie hätte ein Zulieferbetrieb für die Schlachtfabrik in Wietze werden sollen.
In der lokalen Presse wird von „Terror“ gesprochen und es gründet sich die Initiative „Stoppt den Terror gegen unsere Tierhalter“
Siehe: tierbefreier.de

8.8.10:
Die Tierbefreier e.V. veröffentlichen ein Bekennischreiben, das mit A.L.F. Unterschrieben ist.
Die Polizei hält es lediglich für Sympathiebekundung
Siehe: tierbefreier.de, wendland-net.de

10.8.10:
Räumung der Besetzung in Wietze:
Kripo Buchholz durchsucht Sachen und beschlagnahmt zwei Paar Schuhe wegen ihrem Rauten-Profilmuster.

20.8.10:
Die erste Beschuldigte bekommt Post:
Gegen Laura wird wegen Brandstiftung ermittelt. Es liegt ein Beschluss des Amtsgerichts Stade vor, dass die Beschlagnahmung der Schuhe bei der Räumung in Wietze rechtens war. Dagegen wird Beschwerde eingelegt.
In dem Schreiben wird auch die zweite Person, der Schuhe beschlagnahmt wurden als Beschuldigte erwähnt.

12.10.10:
Das Landgericht weist die Beschwerde ab. In der Begründung wird nebenbei nun noch Karl-H. als Beschuldigter erwähnt, der angeblich „vor der Tat“ von der Betreiberin Fr. Eickhoff beobachtet wurde.

17.11.10:
Hausdurchsuchung bei Karl-P.
Führerschein, Tagebücher, Datenträger, Ausweisdokumente, Schuhe,… werden beschlagnahmt
Begründung: Fr. Eickhoff hätte ihn am Abend vor der Brandstiftung beim Trampen in Sprötze gesehen
Siehe: de.indymedia.org

24.12.10:
Karl-C. bekommt eine Vorladung zur ED-Behandlung von der Polizeidirektion Lüneburg
Begründung: Er sei schon oft aufgefallen (Nur Tatvorwürfe / Ermittlungen, keine Verurteilungen!), deshalb wird er auch zukünftig auffallen und es stecke eine hohe kriminelle Energie in ihm.
Es wird Widerspruch eingelegt, das ist in Niedersachsen jedoch nicht möglich.
Deshalb klagt Karl-C. daraufhin.
Polizei bezieht Stellung zur Klage: Karl-C. wurde angeblich auch am Tag vor dem Brand von Fr. Eickhoff gesehen. Ein Phantombild wurde erstellt und zum Vergleich sogar ein Foto vom Einwohnermeldeamt angefordert.
Über die Klage wurde noch nicht entschieden.

7.3.11:
Das Ermittlungsverfahren gegen Laura wird eingestellt.

28.3.11:
Karl-C. wird nun zur ED-Behandlung am 4.4. in Braunschweig vorgeladen. Er soll freiwillig erscheinen um eine Zwangsvorführung zu vermeiden.

4.4.11:
ED-Behandlung von Karl-C. wird erfolgreich mit einer Aktion verhindert.
Siehe: de.indymedia.org
Eine unvermittelte Zwangsvorführung zu einem späteren Zeitpunkt scheint dadurch jetzt allerdings wahrscheinlich….

8.4.11:
Kakaka.Du Aktion vor dem Amtagericht Lüneburg.
Als Staatsschützer verkleidete Aktivistis laden Passanten zu einer (fiktiven) ED-Behandlung an den Infotisch. Dort werden die absurde Repression persiflierend von allen Freiwilligen Schuh- und Fingerabdrücke genommen, über die Kampagne informiert und Unterschriften gegen die anstehende, mit „öffentlichem Interesse“ begründete Zwangsvorführung zur ED-Behandlung bei Carl-C. gesammelt.

18.4.11:
Die Ermittlungen bei Karl-H. und Karl-P. werden offiziell eingestellt!
Die Einstellung erfolgt nach §170 Abs. 2, auf Grund derzeitigen Mangels an Beweisen. Das Verfahren könnte demnach jederzeit wieder aufgenommen werden.
Und selbst wenn dadurch jetzt auch gegen den dritten Beschuldigten, Karl-C., eingestellt werden sollte, so heißt das selbstverständlich noch lange nicht, dass gar nicht weiter ermittelt wird.
So haben die bislang ausgehändigten Ermittlungsakten deutlich gezeigt, dass von Seiten des Staatsschutzes großes Intresse besteht, Aktive der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung einzuschüchtern um Mastanlangen, Schlachtfabriken und die industrielle Tierhaltung weiter voranzutreiben.

21.04.11:
Der Beschuldigte Karl-C wurde beim Trampen von den Bullen auf einen Parkplatz kurz vor Heidelberg mitgenomen und zur Zwangs ED Behandlung vorgeführt, Karl-C. weigerte sich mit den Bullen zu kooperieren und leistete passiven Widerstand so das sie ihn nach einigen Stunden ohne brauchbare Fotos und Fingerabdrücke wieder gehen ließen

24.04.11:
Karl-C. wurde in Basel an der deutsch-schweizerischen Grenze erneut von der (deutschen) Polizei aufgegriffen. Obwohl der Aktivist erneut passiven Widerstand leistete, konnten die Bullen ihn durch erheblichen Druck dazu zwingen, Fotos und Fingerabdrücke abzugeben.

05.05.11:
Einstellung beim letzten Karl! Gewonnen!