Archiv der Kategorie 'Aktionen'

KaKaKa.DU in Lüneburg

Gestern, den 08.04 fand in Lüneburg vor dem dortigen Amtsgericht eine Aktion im Rahmen der kakaka.du-Kampagne statt. Diese richtet sich gegen die Repression im Zusammenhang mit dem Brandanschlag auf eine Hühnermastanlage in Sprötze südlich von Hamburg (siehe: linksunten.indymedia.org) im Sommer letzten Jahres. Mittlerweile werden vor diesem Hintergrund mindestens drei Personen als Beschuldigte erwähnt, welche zuvor bei legalen Aktionen gegen Massentierhaltung aufgefallen waren. Aus dem Umstand, das alle Personen zufällig Karl heißen (Karl-H., Karl-C. und Karl-P.) und jede_r, also auch DU potentiell ergivt sich auch der kampganenname: KaKaKa.DU

Im Zuge der Ermittlungen kam es bereits zur einer Hausdurchsuchung bei Karl-P. (linksunten.indymedia.org) sowie einer bereits durchgeführten und einer noch ausstehenden Zwangs-ED-Behandlung, die mit den Aussagen der Mastanlangenbetreiberin Eickhoff, Personen kurz vor Tat an einer Straße in Ortsnähe beobachtet zu haben sowie im Falle von Karl-C. mit einem fadenscheinigen „öffentlichen Interesse“ an der Verfolgung begründet wurden.

Um die Willkür der Ermittlungen, die mit einer Kriminalisierung der Bewegung einhergeht, zum Ausdruck zu bringen, wurden Passantis von zum Teil als Staatsschützer verkleideten Aktivistis zum Beispiel auf ihre Haltung zur Massentierhaltung hin befragt und im Falle einer kritischen Sichtweise zu einer fiktiven „ED-Behandlung“ an den Infotisch geladen. Dort konnten mit Hilfe eines Stempelkissens Fingerabdrücke hinterlassen und Schuhabdrücke in einer Matschschale genommen werden. Außerdem wurden Unterschriften.von Menschen, die sich als Teil der „Öffentlichkeit“ sehen, jedoch an einer ED-Behandlung von Karl-C. kein Interesse haben, gesammelt.

In Zukunft soll es auch in anderen Städten immer wieder Zeichen der Solidarität mit den Betroffenen staatlicher Repgeben, um dieses Machtinstrument als Druckmittel soweit wie möglich unwirksam zu machen. So ist zum Beispiel im Laufe der nächsten Tage eine Protestbriefaktion geplant, bei welcher massenhaft Schuhabdrücke an zuständige Instanzen geschickt werden. Eigenständige, anregende Aktionen jeglicher Art von jeder und jedem sind dabei natürlich auch weiterhin ausdrücklich erwünscht!

Aus komplizierten verwaltungstechnischen Gründen wurde Lüneburg als Aktionsort ausgewählt. Doch das System ist überall. Fight Repression!

Lüneburg Lüneburg Lüneburg

Mehr Infos Zur Kampagne: kakakadu.blogsport.de

Hintergrund: siehe Chronik

Veröffentlicht: linksunten.indymedia.org, de.indymedia.org

Keine ED Behandlung in Braunschweig!

BS: Am 4.4. wurde ein Aktivist, dem vorgewurfen wird ein Brandanschlag auf eine Mastanlage in Sprötze (südl. von Hamburg) verübt zu haben, zu einer ED Behandlung in der Bullenwache in der Friedrich Voigdländer Straße vorgeladen.

Um eine Zwangsvorführung zu umgehen erschien der Aktivist Karl bei den Bullen- allerdings nicht ohne Begleitung. Zusammen mit ca. 10 Unterstützer_innen die den Aktivisten zur Behandlung begleiten wollten meldeten sie sich beim Pförtner und erklärten, dass sie Karl gerne mitkommen wollen. Als der Pförtner erklärte das lediglich ein Mensch vorgeladen sei, bestanden die Aktivist_innen allerdings weiter darauf. Daraufhin forderte der Pförtner Unterstützung durch einige Polizist_innen an und unter den Aktivist_innen bildete sich Chaos: ein Ball wurde rausgeholt den sich die Aktivist_innen über die Köpfe der Polizist_innen zuwarfen, Leute tanzten, sprangen herrum und verwickelten Bullen in Grundsatzdiskussionen über ihre Funktion. Als die überforderte Polizei nun endlich wissen wollte wer denn nun zur ED Behandlung vorgeladen sei, erklärten einige der Aktivist_innen durcheinander „vielleicht bin ich derjenige“, „vielleicht ich“, „vielleicht aber auch ich“, „nein ich glaube ich bin das“, woraufhin die deutlich genervte Polizei noch mehr Verstärkung anforderte und untereinander diskutierten, ob die Aktivist_innen nun einen Platzverweis oder eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch bekommen sollen. Immer noch nicht ganz einig und ohne Personalien aufzunehmen schubsten und trugen sie die Aktivist_innen aus ihrer Wache- unter ihnen der vorgeladene Karl.

Wieder am Eingangstor gab der vorgeladene Aktivist sich dann zu erkennen und betonte, dass er zwar hergekommen ist, aber diese Vorladung als eine Zwangsmaßnahme wahrnehme und er deshalb nich bereit sei freiwillig seine Daten rauszugeben. „Ich bin zu keinerlei Kooperation mit den Repressionsorganen bereit, wenn sie Daten von mir haben wollen, dann müssen sie, sie sich holen, ich werde ihnen dabei nicht helfen“ so der Aktivist. Woraufhin die 2 inzwischen angetroffenen Cops von der Kripo, erklärten das sie nicht dazu befugt währen die ED-Behandlung nun unter Zwang zu vollziehen und erst auf einen Richterlichen Beschluss warten müssen bis sie den Aktivisten unter Zwang zur ED Behandlung abholen werden.

„Ich werde mich nicht vor der Polizei verstecken sondern mich auf eine Zwangsvorführung vorbereiten“.

Die Soliaktion war die erste Aktion der KAKAKA.DU Kampagne, eine Solikampagne für die Betroffenen des Brandstiftungsvorwurfs und eine Kampagne die durch Juristische Unterstützung und kreativen Aktionen einen offensiven Umgang mit der Repression etablieren will.

„Es wird hier gegen Menschen ermittelt weil sie politisch Aktiv sind, und sich gegen Mechanismen der Ausbeutung gegenüber Menschen und Tieren einsetzen, unser Ziel ist es auf die Ziele von Repression aufmerksam zu machen und konkrete Methoden in die Praxis umzusetzen diese zu durchkreuzen, vielfältig, kreativ und entschlossen werden wir ihre Repression ins leere laufen lassen …“ So eine der Unterstüzer_innen

Braunschweig Braunschweig Braunschweig

Mehr Infos Zur Kampagne: kakakadu.blogsport.de

Hintergrund:
siehe Chronik

Veröffentlicht:
de.indymedia.org